Zur Sonne, zur Freiheit! Die Fête de la Musique erobert am Mitt­woch, dem 21. Juni 2017, wieder die Straßen und Plätze Berlins. Der musikalische Sommerauftakt lockt mit Live-Musik aller Stil­richtungen drinnen und draußen und bei freiem Eintritt stets Zehntausende auf die Straßen.

Rekord-Beteiligung 2017

117 open air- und indoor-Standorte sind in allen zwölf Berliner Bezirken angemeldet. Hinzu kommen spontane Musikeinlagen im gesamten Stadtgebiet. Das Fest beginnt um 16 Uhr und dauert – zumindest was die Frischluft-Standorte betrifft – bis 22 Uhr, danach wird in rekordverdächtigen 28 Fête de la Nuit-Standorten drinnen weiter musiziert.

Fête de la Musique? Straßenmusik und tolle Live-Musik gibt es doch inzwischen täglich überall in der Stadt…

Richtig, aber nur bei der Fête de la Musique ballt sich das Ange­bot so formidable an einem Tag, sind so viele interessante Auf­trittsorte zu entdecken, wagen sich so viele Newcomer in die Öffentlichkeit – und das Ganze für umme!

Wer ist in diesem Jahr neu dabei?

Unter den 25 Neuzugängen sind der Berliner Dom im Herzen der Stadt, ebenso die Freiluftoase Birgit&Bier und gleich nebenan der Club Burg Schnabel am lauschigen Schleusenufer in Kreuzberg. Der Festsaal Garten am Flutgraben (ehemals White Trash) macht mit wie auch der Gode Wind Sommergarten in Rummels­burg, die Privatuni Macromedia@Kantine am Berghain und Hangar49 an der Holzmarktstraße. Im Käthe Kirschbaum von Generator Hostels an der Storkower Straße gibt es Live-Musik wie auch in der Kolle8 des SportJugendClubs Prenzlauer Berg. Das KuBIZ Kultur- u. Bildungszentrum in Weissensee ist neu dabei, das Landhaus Schupke in Wittenau, das mittelalterliche Museumsdorf Düppel wie auch Musik & Frieden (ex-Magnet Club) in Kreuzberg. Bei Mutter Lustig in Köpenick wie auch bei Spreefeld in Mitte wird auf schwimmender Bühne musiziert und die Nordischen Botschaften feiern ein finnisches Mittsommerfest. Es beteiligen sich erstmalig der Nachbarschaftstreff Olof-Palme-Zentrum im Wedding und das Pangea-Haus in der ehemaligen VHS Wilmersdorf. Die Berliner Stadtmission öffnet das Share­haus Refugio in Neukölln unter dem Motto „Music meets the World“ und das Brauereigelände der Stone Brewing Berlin in Mariendorf wird musikalisch geflutet. Das Theologische Konvikt, ein Wohnheim für Studierende der Evangelischen Kirche in Mitte wie auch die Nachtbühne Void Club Berlin in Lichtenberg, die kommunale Kultureinrichtung Wabe in Prenzlauer Berg und das Veranstaltungshaus Wartenberger Hof in Lichtenberg sind dabei.

Auch die Minis hauen auf die Pauke

An voraussichtlich 16 Standorten zeigen die Jüngsten, was sie musikalisch drauf haben.

Fête de la Nuit – Fett durch die Nacht

Wer um 22 Uhr noch weiter feiern möchte (oder grad erst munter wird), dem stehen 28 Anlaufstellen zur Wahl: 15 Standorte, die bereits am Nachmittag beginnen, setzen das Programm nach 22 Uhr indoor fort, darunter alte Bekannte wie YAAM, Cassiopeia oder Gretchen. Hinzu kommen 13 ausschließliche Nachtbühnen: Junction Bar, Kesselhaus-French Night, Macromedia@Kantine am Berghain, Tresor Club, Ritter Butzke, Blackland, Hafenbar Tegel, Mein Haus am See, Musik & Frieden, Burg Schnabel, Void Club Berlin, WABE und Old CCCP Bar.

 

Alle Standortpartner 2017 nach Bezirken sortiert unter: http://www.fetedelamusique.de/programmsuche/

Erfahrungsgemäß kann es noch kleinere Veränderungen geben.

Das Musikprogramm steht Mitte Mai und wird dann ebenfalls auf der FETE-Website veröffentlicht.

Die Fête de la Musique wurde 1982 in Frankreich ins Leben gerufen, um für wenige Stunden die große Zahl von musizierenden Menschen im Land hör- und sichtbar zu machen. Mittlerweile feiern weltweit 540 Städte in 120 Ländern die Fête de la Musique – allein in Deutsch­land sind es über 50 Städte und Gemein­den. Alle richten sich dabei nach den gleichen Regeln: Die Fête de la Musique findet immer am 21.6. statt, der Eintritt ist frei und die Musiker treten ohne Gage auf. Das Fest ist nicht kommerziell, erwirt­schaftet grundsätzlich keine Einnahmen und hat keine künstlerische Leitung, sondern basiert auf Bürgerbeteiligung. Die einen stellen einen Aufführungsort bereit, die anderen musizieren und das Publikum genießt. Alle sind eingeladen, die Straßen mit eigenen Klängen zu füllen. Dank einer Ausnahmegenehmigung kann in ganz Berlin am 21. Juni in der Zeit von 16 bis 22 Uhr auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Grünanlagen ohne Strom und Verstärker musiziert werden, sofern dies nicht schutzwürdige Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kirchen, Schulen oder Gedenkstätten stört. Elektronisch verstärkte Musik ist nur an den ange­meldeten Bühnen bzw. Standorten ge­stattet. Die Bundeshauptstadt feiert seit 1995 die Fête de la Musique und jedes Jahr strömen mehrere zehntausend Menschen auf musikalischer Entdeckungstour durch die Stadt. Das Fest wird von Simone Hofmann/Fête Company organisiert und zu 100% aus der öffentlichen Hand finanziert. Den Großteil (65%) übernimmt dankenswerter Weise die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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