In diesem Jahr wird der Berliner Unterwelten e. V. 20 Jahre alt. Das soll gefeiert werden: am Samstag, 17. Juni 2017, mit einer „Langen Nacht der Unterwelten“ für alle Unterwelten-Interessierten.

Der Berliner Unterwelten e.V. wurde 1997 von elf Unterweltenfans rund um den Stadt- und Regionalplaner Dietmar Arnold gegründet. Ihr Ziel – und der Vereinszweck – war und ist es, den Berliner Untergrund nicht nur zu erforschen und zu dokumentieren, sondern die Ergebnisse und Orte auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und künftigen Generationen zu erhalten. Dies geschieht seit dem Jahr 2000 im Rahmen von Seminaren und Führungen durch Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, aber auch durch Anlagen ohne militärischen Hintergrund. Bei letzteren sind Exponate der innerstädtischen Rohrpost, unterirdische Brauereirelikte u.v.m. zu sehen. Die Berliner Unterwelten sind heute ein fester Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft, im Jahr 2016 wurden rund 335.000 Besucher gezählt. Der seit 1999 gemeinnützige Verein finanziert sich von jeher ausschließlich selbst. Er ist heute Arbeitgeber für 50 feste und über 100 freie Mitarbeiter und zählt über 490 Mitglieder.

„Lange Nacht der Unterwelten“ am Samstag, 17. Juni 2017 an zehn Standorten von 17 bis 1 bzw. 2 Uhr // 1 Ticket für alle Orte (inkl. U-Bahntransfers)

Am Samstag, 17. Juni 2017, haben alle Standorte, die an der U-Bahnlinie 8 zwischen den Bahnhöfen Paracelsus-Bad und Hermannplatz liegen und die sonst nur im Rahmen von Führungen zugänglich sind, von 17 bis 1 bzw. 2 Uhr geöffnet.

Der Berliner Unterwelten e.V. zeigt – von Nord nach Süd – folgende Anlagen:

· OP-Bunker Teichstraße (U8 Paracelsus-Bad)

· ABC-Schutzanlage/Atombunker im U-Bahnhof Pankstraße (U8 Pankstraße)

· Bunker Blochplatz (U8 Gesundbrunnen)

· S-Bahn-Museum in der ehem. U-Bahn-Toilette Behmstraße (U8 Gesundbrunnen)

· Ausstellung Mythos Germania im U-Bahnhof Gesundbrunnen (U8 Gesundbrunnen)

· Berliner Unterweltenmuseum im U-Bahnhof Gesundbrunnen (U8 Gesundbrunnen)

· Flakturm Humboldthain (U8 Gesundbrunnen)

· AEG-Versuchstunnel/erster U-Bahntunnel Deutschlands (U8 Voltastraße)

· Gewölbe der ehem. Oswald-Berliner-Brauerei (U8 Bernauer Straße)

· Fichtebunker (U8 Schönleinstraße)

Die verschiedenen Orte erzählen u.a. von der Entwicklung Berlins zur Industriemetropole Europas, vom Aufbau der unterirdischen Infrastruktur, vom Größenwahn der Nationalsozialisten und ihrem Projekt „Germania“, vom Überleben im Schutz der Bunker während des Zweiten Weltkrieges, von der Teilung der Stadt und den Mauerdurchbrüchen unter Tage.

Während der „Langen Nacht“ können sich die Besucher in den Anlagen weitgehend frei bewegen und diese selbständig erkunden. Mitarbeiter und Vereinsmitglieder beantworten gern Fragen. An verschiedenen Standorten ist für ein Imbissangebot gesorgt.

Weitere Informationen gibt es auf www.berliner-unterwelten.de

Das Kombi-Ticket für alle zehn Orte gibt es im Vorverkauf zum Preis von 20 € (ermäßigt 15 €, freier Eintritt für Kinder unter 10 Jahren) bei www.reservix.de (zzgl. Gebühr) oder im Ticket- und Buchshop an der Brunnenstraße 105, 13355 Berlin (ohne Gebühr). Am Veranstaltungstag ist der Ticket- und Buchshop von 9 bis 0.30 Uhr geöffnet.

Das Ticketheft berechtigt den Besitzer am Veranstaltungstag zum jeweils einmaligen Besuch aller zehn Standorte der „Langen Nacht der Unterwelten“ sowie zur Nutzung der U-Bahnlinie 8 zwischen den U-Bahnhöfen Paracelsus-Bad und Hermannplatz von 16.30 bis 2.30 Uhr des Folgetages.

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