Alarmstufe Rot in der Agrarlandschaft

Die Zahlen sind eindeutig: Ob Feldlerche oder Rebhuhn, Wildbienen oder Schmetterlinge, der Rückgang der Vögel und Insekten in unserer Agrarlandschaft ist dramatisch!

Mit dem Verschwinden von Singvögeln steht uns nicht nur ein stummer Frühling bevor, der Verlust von bestäubenden Insekten setzt auch unsere Ernten aufs Spiel. Hinter dieser ökologischen Katastrophe steckt eine jahrzehntelange, von der Politik gewollte und geförderte Intensivierung der Landwirtschaft. Diese nimmt Tieren und Pflanzen wichtige Lebens- und Rückzugsräume und trägt maßgeblich zur Verödung unserer Äcker bei. Zusätzlich zur Beseitigung von wertvollen Blüh- und Randstreifen, Gehölzen und Brachflächen gefährdet der wachsende Einsatz von Pestiziden und Dünger und der Trend zu Monokulturen unsere Artenvielfalt.

Das Insekten- und Vogelsterben in Europa hat, befeuert durch eine falsche Agrarpolitik, dramatische Ausmaße angenommen. Noch können wir Wildbienen, Feldlerchen & Co. retten – mit einer Agrarreform, die ernst macht mit Naturschutz auf Äckern, Wiesen, Weiden und in Ställen.

Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat kürzlich für eine Reform der milliardenschweren Subventionen für Landwirte gestimmt. Einer der Kernbeschlüsse: Jährlich sollen 15 Milliarden Euro zweckgebunden für den Naturschutz in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Jetzt muss der mächtige EU-Agrarausschuss diesen Richtungswechsel bei seiner Abstimmung Anfang April bestätigen und nicht verwässern –  dafür braucht die Natur Ihre Stimme!

58 Milliarden Euro zahlen wir jährlich für Agrarsubventionen. Das sind 114 Euro pro EU-Bürger. Doch nur ein Bruchteil davon fließt an Landwirte für naturverträgliche Maßnahmen. Der Großteil der Gelder belohnt die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und beschleunigt so das Vogel- und Insektensterben.

Das muss sich jetzt ändern – mit einer Reform der EU-Agrarpolitik! Die anstehenden Neuverhandlungen zwischen nationalen Regierungen und EU-Parlament über die Agrarsubventionen der nächsten sieben Jahre ist die letzte Chance, die Kehrtwende einzuleiten.

Alle Informationen: https://www.nabu.de/landingpages/24612.html

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