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Die Ausstellung „Micro Era“ zeigt, wie zeitgenössische Künstler*innen aus China auf den ökonomischen, politischen, ideologischen, aber auch technologischen Wandel in China seit den 1980er-Jahren reagiert haben. Von Dokumentarfilmbildern über die Auseinandersetzung mit klassischer Filmsprache bis zur Ästhetik des japanischen Anime konzentriert sich die Ausstellung auf das Verhältnis zwischen Geist, Körper und Technologie in Installationen und Videoarbeiten, die von den 1980er-Jahren bis in die Gegenwart reichen. Im Euro-Amerikanischen Kontext wird Videokunst historisch oft als demokratisierende Kunstform betrachtet. Denn durch die schnell zugängliche Technik ermöglichen Videos eine rasante Verbreitung von Informationen sowie globalen Ereignissen. Die chinesischen Künstler*innen Cao Fei, Fang Di, Lu Yang und Zhang Peili hinterfragen die verführerische These von dieser Demokratisierung, indem sie in ihrer Bildsprache ebenso die Massenproduktion von Waren reflektieren, wie die Art und Weise wie Bilder produziert und konsumiert werden oder wie wir unsere Welt durch bildgebende Technologien verstehen. Zugleich bilden sich in der generationenübergreifenden Ausstellung mit dokumentarischen, narrativen wie installativen Bezügen und der Erweiterung in den virtuellen Raum die zentralen Richtungen in der Entwicklung der Medienkunst in China ab.

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Die Ausstellung wird von Pi Li (M+, Hongkong) als kuratorischemBeraterbegleitet. Initiiert wurde das Ausstellungsvorhaben von Yu Zhang, Präsidentin der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen Austausch e.V. (GeKA e.V.). Das Ausstellungskonzept wurde von Anna-Catharina Gebbers (Kuratorin, Hamburger Bahnhof –Museum für Ge-genwart –Berlin) in Zusammenarbeit mit Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie –Staatliche Museen zu Berlin) entwickelt.

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Micro Era. Medienkunst aus China 5. September 2019 – 26. Januar 2020

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AUSSTELLUNGSORT
Kulturforum, Sonderausstellungshallen Matthäikirchplatz 6
10785 Berlin Di, Mi, Fr 10 – 18 Uhr, Do 10 – 20 Uhr, Sa + So 11 – 18 Uhr

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Micro Era ist eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e.V. (GeKA e.V.), gefördert von der Lotto Stiftung Berlin.

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Die Ausstellung knüpft an die Gruppenausstellung „living in time. 29 zeitgenössische Künstler aus China“ an, die 2001 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin präsentiert wurde. Bereits diese Ausstellung zeigte Werke von Cao Fei wie Zhang Peili und wurde ebenfalls von einem chinesisch-deutschen Kurator*innenteam erdacht, zu dem u.a. auch Pi Li gehörte. Diesen Ansatz setzt „Micro Era“ nun fort.

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