Auch im HKW ist Bauhauszeit: die aktuelle Ausstellung „bauhaus imaginista“ erzählt die internationalen Geschichten des Bauhauses: Seit ihrer Gründung 1919 stand die Schule in Kontakt mit avantgardistischen Bewegungen weltweit. bauhaus imaginista schlägt eine neue Lesart des Bauhauses als globaler Resonanzraum und kosmopolitisches Projekt vor: Eine Ausstellung und zwei Konferenzen verfolgen die transnationalen Beziehungen, die Korrespondenzen und Migrationsgeschichten, die über die Jahre des Bauhauses als Schule (bis 1933) hinausreichen. Das Projekt verfolgt erstmals die Übersetzung von Bauhaus-Konzepten in verschiedene politische und geografische Kontexte. Der Titel bauhaus imaginista verweist auf den Imaginationsraum, den das Bauhaus öffnete, und die vielschichtigen Lesarten, die der Begriff bis heute birgt. Zwischen Archivmaterialien und zeitgenössischen Beiträgen übersetzt das Projekt historische Perspektiven in Fragen zur Gegenwart: Wie lässt sich heute im Sinne des Bauhauses Kultur als soziales Projekt neu denken? Welche Art von Institutionen braucht ein solches Projekt? Wie regt das Bauhaus noch heute visionäre Praktiken und Diskurse an? Die Ausstellung reflektiert die künstlerische Erforschung von Handwerkstechniken, Materialitäten und Praktiken; untersucht, wie Konzepte des Bauhauses zur gesellschaftlichen Bedeutung von Gestaltung transformiert, angepasst oder auch in Frage gestellt wurden; und zeigt, wie der innovative Gebrauch von Medien am Bauhaus Kunst und Popkultur bis heute prägt.

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Seit März 2018 entstanden Ausstellungen, Symposien und Workshops in Rabat, Hangzhou, New York, Kyoto und Tokio, Moskau, São Paulo, Lagos und Delhi in Zusammenarbeit mit den Goethe-Instituten und Partner*innen vor Ort. Im HKW entfaltet sich auf dieser Basis nun eine Gesamtschau von bauhaus imaginista.

Kuratiert von Marion von Osten und Grant Watson in Zusammenarbeit mit einem Team internationaler Forscher*innen und Künstler*innen

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Zum kuratorischen Statement

Mit Arbeiten von Anni Albers, Gertrud Arndt, Kader Attia, Lena Bergner, Nandalal Bose, Ahmed Cherkaoui, Alice Creischer, Zvi Efrat, Luca Frei, Walter Gropius, Doreen Mende, Hannes Meyer, Takehiko Mizutani, László Moholy-Nagy, Wendelien van Oldenborgh, Hélio Oiticica, The Otolith Group, Lygia Pape, Paulo Tavares, Iwao Yamawaki u.v.a.

Eine Zusammenarbeit zwischen der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar, dem Goethe-Institut und dem HKW

Im Rahmen von 100 Jahre Gegenwart
15.03.–10.06.2019
Eröffnung Do 14.03.2019, 19h

Täglich (außer Di) 11–19h

Eintritt: 9€/7€
inkl. Ausstellungsguide und Zweitbesuch

Montags und unter 16 Jahren, Berlinpass-Inhaber*innen und Geflüchtete: Eintritt frei
Gruppen ab 8 Personen: 7€/5€ pro Person

Bildunterschriften:
1.Reihe/v.l.
1) Ausstellungsansicht © Silke Briel / HKW 2) Paulo Tavares, DES-HABITAT, 2018 3) Still Undead Gertrud Arndt, Selbstporträt No. 13, 1930 Bauhaus-Archiv, Berlin 4) Ausstellungsansichten © Silke Briel/HKW

2.Reihe/v.l.
1)Josef Albers, Black Mountain College-Student in Kostüm für den Valentinstagball, 1940
Kodachrome-Folie von Josef Albers © The Josef and Anni Albers Foundation / VG Bild-Kunst, Bonn 2018
2) University of Ife in Ile-Ife, Nigeria
Architekten: Arieh Sharon, Eldar Sharon und Harlod Rubin‘
© Arieh Sharon digital archiv
3) Ausstellungsansichten © Silke Briel/HKW

 

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